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Die Tänze

Blues 4/4 Takt, 20 - 26 TpM

Der Blues entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als eine von vielen Tanzformen, die in den USA nach der damals sehr populären Mischung aus afroamerikanischer Volksmusik, Jazz- und nordamerikanischer Popmusik (Country, Schlager, Ragtime) getanzt wurden. Zwischen 1910 und 1920 kamen diese Tänze dann nach Europa. Auf langsame Stücke wurden langsame, schleichende Schritte nach dem Muster des Foxtrotts getanzt. Später entwickelten sich daraus zwei Formen: 1924 der progressive englische Slowfoxtrott und nach 1950 der stationäre Blues mit den charakteristischen seitlichen Pendelbewegungen.

Foxtrott 4/4 Takt, 42 - 52 TpM

Entstanden ist der Foxtrott zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika. Die bekanntesten Vorläufer sind Ragtime, Onestep, Twostep und Castle Walk. Der Name Foxtrott geht möglicherweise auf den Schauspieler Harry Fox zurück, der für sein damals populäres Varieté „Harry Fox & the Zigfeld Follies“ Schritte aus Onestep und Castle Walk übernahm. Nach Europa kam der Foxtrott in den 1920er Jahren. Aus dem „Schiebetanz“ entwickelten die Engländer 1924 den langsameren Slowfoxtrott sowie den schnelleren Quickstep.

Langsamer Walzer 3/4 Takt, 29 - 31 TpM

Aus dem Wiener Walzer entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in den USA eine langsamere und weniger stark drehende Form, die unter dem Namen Boston bekannt wurde. Um 1920 wurde daraus in England der Langsame Walzer, wegen seiner Herkunft auch „English Waltz“ genannt.

Wiener Walzer 3/4 Takt, 45 - 60 TpM

Der Wiener Walzer ist der älteste der modernen Gesellschaftstänze. Als Vorläufer gelten der „Wilde Weller“, ein mitteleuropäischer Volkstanz aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die Allemande, ein höfischer Gesellschaftstanz aus dem 16. Jahrhundert und der Ländler, ein Volkstanz aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Seinen gesellschaftlichen Durchbruch erlebte er beim Wiener Kongress 1814/1815, besonders gefördert durch die Musik von Josef Lanner sowie Sohn und Vater Johann Strauß. Für den Turniertanz wurde er erstmalig 1951 von Paul Krebs an den englischen Stil angepasst und choreografiert.

Tango 2/4 oder 4/8 Takt, 30 - 33 TpM

Der Tango im englischen Stil, in den USA auch Tango international style  genannt, entstand um 1910 in Europa. Der – ältere – Tango Argentino wurde von meist wohlhabenden Reisenden aus Buenos Aires zuerst nach Paris importiert. Die konservative Oberschicht empfand ihn als wild und anstößig, daher erfuhr er eine stilistische Änderung, die in den 20er Jahren von englischen Choreografen beschrieben wurde. Die damals entstandene Form ist im Wesentlichen noch heute gültig.

Tango Argentino 2/4 oder 4/8 Takt, 28 - 30 TpM

Der Argentinische Tango hat sich ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts aus dem rhythmischen Candombe (Trommeltanz) der Kreolen und der aus Cuba stammenden Habanera (nach ihrem Erfolg in Spanien und Portugal auch Tango Andaluz genannt) entwickelt. Einwanderer aus aller Welt, auch aus Europa, brachten ihre eigenen Volkstänze in das Mündungsdelta des Rio de la Plata mit und so entstand in den öffentlichen Tanzhallen eine populäre Mischung namens Milonga, dem wichtigsten Vorläufer des Tango Argentino. Der Name Milonga steht auch heute noch ganz allgemein für Tanzabende in Argentinien und in Uruguay. 1910 eroberte er von Paris aus die europäischen Tanzsäle, von da an begann auch die Trennung der beiden Stilarten Tango (im englischen Stil) und Tango Argentino, der als Tango de Salon (Salon-Tango) jetzt auch von gehobenen Gesellschaftsschichten in Südamerika akzeptiert wurde, die ihn bis dahin als vulgär verachtet hatten. Ende der 70er Jahre setzte Astor Piazzola mit seiner vom Jazz beeinflussten Tangomusik neue Akzente und verhalf dem Tango erneut zum internationalen Durchbruch. Bühnenshows („Tango Argentino“ und „Tango Pasión“ ) und Tanzfilme („Tango Lesson“ und „Tango“) begründeten schließlich in den 1990er Jahren eine neue Tangowelle.

Discofox 4/4 Takt, 25 - 36 TpM

Der Discofox ist eine Variante des Foxtrotts, die Ende der 1960er Jahre noch Beatfox genannt wurde. Als in den Jahren 1973/1974 die Diskotheken in Mode kamen, in denen wieder  paarweise getanzt wurde, erhielt er seinen heutigen Namen. Zum Grundschritt und im Rhythmus des Foxtrotts wurden Elemente aus dem Swing und Boogie Woogie getanzt, bis aus einem ehemaligen Tanz mit räumlicher Fortbewegung schließlich ein stationärer Tanz wurde. Der Höhepunkt des Discofox-Booms kam mit dem Lied „Night Fever“ der Bee Gees im Jahr 1978. Seine Hauptverbreitungsgebiete sind Deutschland, Norditalien, Österreich und die Schweiz. Parallel dazu entwickelte sich in den USA der Hustle. Heute ist der Discofox einer der gebräuchlichsten Tänze in Deutschland. Seine Popularität verdankt dieser „Praxistanz für alle Gelegenheiten“ der Tatsache, dass er auf fast alle Musiktitel passt, die im 4/4- oder 2/4-Takt gespielt werden.

Boogie Woogie 4/4 Takt, 34 - 50 TpM

Die musikalischen Wurzeln des Boogie Woogie (kurz: Boogie), liegen im Swing, der in den 1920er Jahren in US-amerikanischen Schwarzen-Ghettos entstand. Das Revolutionäre am Swing war, dass es keinerlei vorgeschriebene Schrittfolgen gab, alles war erlaubt, Hauptsache, die Paare bewegten sich im Takt der Musik, so vermischte sich die spielerische Bewegungsfantasie der Schwarzen mit typisch weißen Tanzelementen zu einer Tanzform, die noch heute als Szenetanz aktuell ist. Lindy Hop mit den ersten akrobatischen Elementen und Jitterbug (Zitterwanze) mit ausgeprägten Beinbewegungen waren die ersten Abwandlungen, die in der gleichen Zeit entstanden. In den 1930er Jahren kam die Swingmusik auch nach Europa, war dann aber im nationalsozialistischen Deutschland als „artfremd“ verpönt. Nach dem Krieg brachten riesige Bigbands die Swingmusik wieder nach Deutschland. Mit der Veränderung des Musikstils änderte sich auch die Tanzweise: Weniger Schaukeln, weil die Musik schneller und fließender wurde, rasend schnelle Füße, alleine aus der Hüfte getanzt, das waren die Merkmale des jetzt neuen Tanzes: Boogie Woogie.

Rock ’n’ Roll 4/4 Takt, 40 - 48 TpM

Der Rock ’n’ Roll ist der jüngste Tanz aus der Swing-Familie. Als Musikbegriff ist er in den 1950er Jahren entstanden, in dem er auch zum Lebensgefühl der Jugendlichen wurde, die sich gegen die Konventionen auflehnten. Getanzt wurde eine rauere und ungezügelte Form des Boogie Woogie. Im Lauf der Jahre entstand die heute noch aktuelle Mischung aus Kicks und Akrobatik, die im Gegensatz zu Boogie Woogie und Jive kaum als Gesellschaftstanz getanzt wird, sondern mehr als Sport- oder als Turniertanz.

Jive 4/4 Takt, 32 - 44 TpM

Der enge Verwandte von Boogie Woogie und Rock’n’Roll wurde in den 1940er Jahren von den Engländern stilisiert und choreografiert, denen die damaligen Swing-Variationen zu wild und zu unkontrolliert waren.

Merengue 2/4 Takt, 56 - 64 TpM

Die Merengue wurde um 1842 das erste Mal erwähnt, als eine kubanische Marschmusikband die „Upa Habanera“ in Puerto Rico das erste Mal spielte. Die Upa oder Urpa wurde später „Merengue“ genannt. Das Wort stammt aus dem kreolischen Haiti, wo „Mereng“ für Musik und Tanz verwendet wurde. Nach dem Verbot des Tanzes in Puerto Rico (wegen der vulgären Bewegungsformen und der anstößigen Texte) entwickelte sich die Merengue in der Dominikanischen Republik und Haiti weiter und trat in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Siegeszug um die ganze Welt an.

Salsa 4/4 Takt, 44 - 52 TpM

Die Salsa hat ihre Wurzeln in der afroamerikanischen Musik des 19. Jahrhunderts. Als erster Paartanz-Vorläufer gilt der in der Karibik entstandene Danzon, eine Mischung aus europäischen Contre-Tänzen (Square Dances) und südamerikanischen Elementen. 1930 entstand in Kuba der Mambo, eine Mischung aus Danzon und Son. Nach seiner Verbreitung in Europa um 1950 wurde der Mambo vom rhythmisch eingängigeren Cha Cha Cha verdrängt, ein weiterer Nachfolger war die Rumba im europäischen Stil. Die Mambo-Ära in den 1930er Jahren hatte ihren Hauptstützpunkt in einem Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem „Palladium“. Noch heute wird eine der vielen Salsa-Stilrichtungen „Palladium-Style“ (Klassischer Mambo) genannt. Durch die vielen Einwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern wie Kuba, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Venezuela, Kolumbien, Panama entstand in der Folgezeit – beginnend mit den 1960er Jahren – ein neuer spezieller Latin-Sound aus den traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen gemixt mit Boogie, Swing, Rock ’n’ Roll, etc.: Die Salsa , die ihren Siegeszug mittlerweile um die gesamte Welt angetreten hat.

Rumba / Karree-Rumba 4/4 Takt, 24 - 32 TpM

Wie beim Tango ist der Vorläufer der Rumba die aus Uruguay stammende Habanera. Als eigenständiger Tanz bildete sie sich Ende des 19. Jahrhunderts in der Karibik heraus. Als Modetanz kam sie erstmals 1914 nach USA und in den 1930er Jahren in rhythmisch vereinfachter Form nach Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden zwei Variationen der Rumba: Die vom amerikanischen Stil beeinflusste Square- oder Karree-Rumba und die in England choreografierte Rumba im kubanischen Stil. Die Rumba „Cuban Style“ hat sich im internationalen Tanzsport durchgesetzt und inzwischen auch weitgehend im Gesellschaftstanz.

Cha Cha Cha 4/4 Takt, 28 - 34 TpM

Der Cha Cha Cha ist eine Weiterentwicklung des Mambos und entstand um 1950 in Kuba. Seinen Namen erhielt er von dem Geräusch, das die Tänzer beim neuen Wechselschritt erzeugten, der jetzt anstelle des einen langsamen Schrittes im Mambo-Grundschritt getanzt wurde („Triple-Mambo“). In den USA wurde er 1955 Modetanz des Jahres und eroberte kurz darauf auch die Tanzflächen in Europa.

Samba (Disco-Samba) 2/4 Takt, 50 - 60 TpM

Die Samba, ursprünglich ein Sammelbegriff für viele verschiedene Tanzformen, hat sich im 19. Jahrhundert aus afrikanischen Wurzeln in Brasilien zu einem Tanz entwickelt, der zunächst in Gruppen in Kreisform getanzt wurde. Auch heute versteht man in Brasilien unter der Samba diese Gruppentanzformen, bei denen nicht paarweise getanzt wird. Als Vorläufer des Paartanzes Samba gilt die 1910 entstandene Maxixe. Sie hatte einige Ähnlichkeiten mit der heutigen Samba, die ihren Durchbruch in Europa etwa um 1950 erlebte. Es gibt sehr viele verschiedene Stilrichtungen der Sambamusik. Je nach Musikrichtung werden Solo- oder Paartänze getanzt. Im Gesellschaftstanz gibt es zwei Musikrichtungen: Sambamusik im Lateinamerikanischen Stil und im Disco- bzw. Partymusik-Stil. Die Disco-Samba, die zu Disco- bzw. Partymusik getanzt wird, ist einer der gebräuchlichsten Tänze weltweit. Sie ist so populär, weil sie auf fast alle Musiktitel passt, die im 4/4- oder 2/4-Takt gespielt werden und weil das Grundschrittsystem sehr schnell zu erlernen ist.
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Die Tänze

Blues 4/4 Takt, 20 - 26 TpM

Der Blues entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als eine von vielen Tanzformen, die in den USA nach der damals sehr populären Mischung aus afroamerikanischer Volksmusik, Jazz- und nordamerikanischer Popmusik (Country, Schlager, Ragtime) getanzt wurden. Zwischen 1910 und 1920 kamen diese Tänze dann nach Europa. Auf langsame Stücke wurden langsame, schleichende Schritte nach dem Muster des Foxtrotts getanzt. Später entwickelten sich daraus zwei Formen: 1924 der progressive englische Slowfoxtrott und nach 1950 der stationäre Blues mit den charakteristischen seitlichen Pendelbewegungen.

Foxtrott 4/4 Takt, 42 - 52 TpM

Entstanden ist der Foxtrott zwischen 1910 und 1915 in Nordamerika. Die bekanntesten Vorläufer sind Ragtime, Onestep, Twostep und Castle Walk. Der Name Foxtrott geht möglicherweise auf den Schauspieler Harry Fox zurück, der für sein damals populäres Varieté „Harry Fox & the Zigfeld Follies“ Schritte aus Onestep und Castle Walk übernahm. Nach Europa kam der Foxtrott in den 1920er Jahren. Aus dem „Schiebetanz“ entwickelten die Engländer 1924 den langsameren Slowfoxtrott sowie den schnelleren Quickstep.

Langsamer Walzer 3/4 Takt, 29 - 31 TpM

Aus dem Wiener Walzer entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts in den USA eine langsamere und weniger stark drehende Form, die unter dem Namen Boston bekannt wurde. Um 1920 wurde daraus in England der Langsame Walzer, wegen seiner Herkunft auch „English Waltz“ genannt.

Wiener Walzer 3/4 Takt, 45 - 60 TpM

Der Wiener Walzer ist der älteste der modernen Gesellschaftstänze. Als Vorläufer gelten der „Wilde Weller“, ein mitteleuropäischer Volkstanz aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die Allemande, ein höfischer Gesellschaftstanz aus dem 16. Jahrhundert und der Ländler, ein Volkstanz aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Seinen gesellschaftlichen Durchbruch erlebte er beim Wiener Kongress 1814/1815, besonders gefördert durch die Musik von Josef Lanner sowie Sohn und Vater Johann Strauß. Für den Turniertanz wurde er erstmalig 1951 von Paul Krebs an den englischen Stil angepasst und choreografiert.

Tango 2/4 oder 4/8 Takt, 30 - 33 TpM

Der Tango im englischen Stil, in den USA auch Tango international style  genannt, entstand um 1910 in Europa. Der – ältere – Tango Argentino wurde von meist wohlhabenden Reisenden aus Buenos Aires zuerst nach Paris importiert. Die konservative Oberschicht empfand ihn als wild und anstößig, daher erfuhr er eine stilistische Änderung, die in den 20er Jahren von englischen Choreografen beschrieben wurde. Die damals entstandene Form ist im Wesentlichen noch heute gültig.

Tango Argentino 2/4 oder 4/8 Takt, 28 - 30 TpM

Der Argentinische Tango hat sich ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts aus dem rhythmischen Candombe (Trommeltanz) der Kreolen und der aus Cuba stammenden Habanera (nach ihrem Erfolg in Spanien und Portugal auch Tango Andaluz genannt) entwickelt. Einwanderer aus aller Welt, auch aus Europa, brachten ihre eigenen Volkstänze in das Mündungsdelta des Rio de la Plata mit und so entstand in den öffentlichen Tanzhallen eine populäre Mischung namens Milonga, dem wichtigsten Vorläufer des Tango Argentino. Der Name Milonga steht auch heute noch ganz allgemein für Tanzabende in Argentinien und in Uruguay. 1910 eroberte er von Paris aus die europäischen Tanzsäle, von da an begann auch die Trennung der beiden Stilarten Tango (im englischen Stil) und Tango Argentino, der als Tango de Salon (Salon-Tango) jetzt auch von gehobenen Gesellschaftsschichten in Südamerika akzeptiert wurde, die ihn bis dahin als vulgär verachtet hatten. Ende der 70er Jahre setzte Astor Piazzola mit seiner vom Jazz beeinflussten Tangomusik neue Akzente und verhalf dem Tango erneut zum internationalen Durchbruch. Bühnenshows („Tango Argentino“ und „Tango Pasión“ ) und Tanzfilme („Tango Lesson“ und „Tango“) begründeten schließlich in den 1990er Jahren eine neue Tangowelle.

Discofox 4/4 Takt, 25 - 36 TpM

Der Discofox ist eine Variante des Foxtrotts, die Ende der 1960er Jahre noch Beatfox genannt wurde. Als in den Jahren 1973/1974 die Diskotheken in Mode kamen, in denen wieder  paarweise getanzt wurde, erhielt er seinen heutigen Namen. Zum Grundschritt und im Rhythmus des Foxtrotts wurden Elemente aus dem Swing und Boogie Woogie getanzt, bis aus einem ehemaligen Tanz mit räumlicher Fortbewegung schließlich ein stationärer Tanz wurde. Der Höhepunkt des Discofox-Booms kam mit dem Lied „Night Fever“ der Bee Gees im Jahr 1978. Seine Hauptverbreitungsgebiete sind Deutschland, Norditalien, Österreich und die Schweiz. Parallel dazu entwickelte sich in den USA der Hustle. Heute ist der Discofox einer der gebräuchlichsten Tänze in Deutschland. Seine Popularität verdankt dieser „Praxistanz für alle Gelegenheiten“ der Tatsache, dass er auf fast alle Musiktitel passt, die im 4/4- oder 2/4-Takt gespielt werden.

Boogie Woogie 4/4 Takt, 34 - 50 TpM

Die musikalischen Wurzeln des Boogie Woogie (kurz: Boogie), liegen im Swing, der in den 1920er Jahren in US-amerikanischen Schwarzen-Ghettos entstand. Das Revolutionäre am Swing war, dass es keinerlei vorgeschriebene Schrittfolgen gab, alles war erlaubt, Hauptsache, die Paare bewegten sich im Takt der Musik, so vermischte sich die spielerische Bewegungsfantasie der Schwarzen mit typisch weißen Tanzelementen zu einer Tanzform, die noch heute als Szenetanz aktuell ist. Lindy Hop mit den ersten akrobatischen Elementen und Jitterbug (Zitterwanze) mit ausgeprägten Beinbewegungen waren die ersten Abwandlungen, die in der gleichen Zeit entstanden. In den 1930er Jahren kam die Swingmusik auch nach Europa, war dann aber im nationalsozialistischen Deutschland als „artfremd“ verpönt. Nach dem Krieg brachten riesige Bigbands die Swingmusik wieder nach Deutschland. Mit der Veränderung des Musikstils änderte sich auch die Tanzweise: Weniger Schaukeln, weil die Musik schneller und fließender wurde, rasend schnelle Füße, alleine aus der Hüfte getanzt, das waren die Merkmale des jetzt neuen Tanzes: Boogie Woogie.

Rock ’n’ Roll 4/4 Takt, 40 - 48 TpM

Der Rock ’n’ Roll ist der jüngste Tanz aus der Swing-Familie. Als Musikbegriff ist er in den 1950er Jahren entstanden, in dem er auch zum Lebensgefühl der Jugendlichen wurde, die sich gegen die Konventionen auflehnten. Getanzt wurde eine rauere und ungezügelte Form des Boogie Woogie. Im Lauf der Jahre entstand die heute noch aktuelle Mischung aus Kicks und Akrobatik, die im Gegensatz zu Boogie Woogie und Jive kaum als Gesellschaftstanz getanzt wird, sondern mehr als Sport- oder als Turniertanz.

Jive 4/4 Takt, 32 - 44 TpM

Der enge Verwandte von Boogie Woogie und Rock’n’Roll wurde in den 1940er Jahren von den Engländern stilisiert und choreografiert, denen die damaligen Swing-Variationen zu wild und zu unkontrolliert waren.

Merengue 2/4 Takt, 56 - 64 TpM

Die Merengue wurde um 1842 das erste Mal erwähnt, als eine kubanische Marschmusikband die „Upa Habanera“ in Puerto Rico das erste Mal spielte. Die Upa oder Urpa wurde später „Merengue“ genannt. Das Wort stammt aus dem kreolischen Haiti, wo „Mereng“ für Musik und Tanz verwendet wurde. Nach dem Verbot des Tanzes in Puerto Rico (wegen der vulgären Bewegungsformen und der anstößigen Texte) entwickelte sich die Merengue in der Dominikanischen Republik und Haiti weiter und trat in den 1930er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Siegeszug um die ganze Welt an.

Salsa 4/4 Takt, 44 - 52 TpM

Die Salsa hat ihre Wurzeln in der afroamerikanischen Musik des 19. Jahrhunderts. Als erster Paartanz-Vorläufer gilt der in der Karibik entstandene Danzon, eine Mischung aus europäischen Contre-Tänzen (Square Dances) und südamerikanischen Elementen. 1930 entstand in Kuba der Mambo, eine Mischung aus Danzon und Son. Nach seiner Verbreitung in Europa um 1950 wurde der Mambo vom rhythmisch eingängigeren Cha Cha Cha verdrängt, ein weiterer Nachfolger war die Rumba im europäischen Stil. Die Mambo-Ära in den 1930er Jahren hatte ihren Hauptstützpunkt in einem Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem „Palladium“. Noch heute wird eine der vielen Salsa-Stilrichtungen „Palladium-Style“ (Klassischer Mambo) genannt. Durch die vielen Einwanderer aus den lateinamerikanischen Ländern wie Kuba, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Venezuela, Kolumbien, Panama entstand in der Folgezeit – beginnend mit den 1960er Jahren – ein neuer spezieller Latin-Sound aus den traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen gemixt mit Boogie, Swing, Rock ’n’ Roll, etc.: Die Salsa , die ihren Siegeszug mittlerweile um die gesamte Welt angetreten hat.

Rumba / Karree-Rumba 4/4 Takt, 24 - 32 TpM

Wie beim Tango ist der Vorläufer der Rumba die aus Uruguay stammende Habanera. Als eigenständiger Tanz bildete sie sich Ende des 19. Jahrhunderts in der Karibik heraus. Als Modetanz kam sie erstmals 1914 nach USA und in den 1930er Jahren in rhythmisch vereinfachter Form nach Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden zwei Variationen der Rumba: Die vom amerikanischen Stil beeinflusste Square- oder Karree-Rumba und die in England choreografierte Rumba im kubanischen Stil. Die Rumba „Cuban Style“ hat sich im internationalen Tanzsport durchgesetzt und inzwischen auch weitgehend im Gesellschaftstanz.

Cha Cha Cha 4/4 Takt, 28 - 34 TpM

Der Cha Cha Cha ist eine Weiterentwicklung des Mambos und entstand um 1950 in Kuba. Seinen Namen erhielt er von dem Geräusch, das die Tänzer beim neuen Wechselschritt erzeugten, der jetzt anstelle des einen langsamen Schrittes im Mambo-Grundschritt getanzt wurde („Triple- Mambo“). In den USA wurde er 1955 Modetanz des Jahres und eroberte kurz darauf auch die Tanzflächen in Europa.

Samba (Disco-Samba) 2/4 Takt, 50 - 60 TpM

Die Samba, ursprünglich ein Sammelbegriff für viele verschiedene Tanzformen, hat sich im 19. Jahrhundert aus afrikanischen Wurzeln in Brasilien zu einem Tanz entwickelt, der zunächst in Gruppen in Kreisform getanzt wurde. Auch heute versteht man in Brasilien unter der Samba diese Gruppentanzformen, bei denen nicht paarweise getanzt wird. Als Vorläufer des Paartanzes Samba gilt die 1910 entstandene Maxixe. Sie hatte einige Ähnlichkeiten mit der heutigen Samba, die ihren Durchbruch in Europa etwa um 1950 erlebte. Es gibt sehr viele verschiedene Stilrichtungen der Sambamusik. Je nach Musikrichtung werden Solo- oder Paartänze getanzt. Im Gesellschaftstanz gibt es zwei Musikrichtungen: Sambamusik im Lateinamerikanischen Stil und im Disco- bzw. Partymusik-Stil. Die Disco-Samba, die zu Disco- bzw. Partymusik getanzt wird, ist einer der gebräuchlichsten Tänze weltweit. Sie ist so populär, weil sie auf fast alle Musiktitel passt, die im 4/4- oder 2/4-Takt gespielt werden und weil das Grundschrittsystem sehr schnell zu erlernen ist.
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Grundstufe: Discosamba, Blues,Tango, Langsamer Walzer, Boogie, Wiener Walzer, Merengue, Discofox, Karree-Rumba, Foxtrott Aufbaustufe: Zusätzlich: Cha Cha, Salsa Medaillenstufe: Zusätzlich: Samba, Slow Foxtrott